Mexiko 2003: Campeche

Montag, 21.7.2003

Endlich mal Ausschlafen.Wir frühstücken leckere Quesadillas in einer Strandbar, schlendern ein letztes Mal auf die Brücke und gehen baden. Dann: Aufbruch Richtung Campeche.

Ms0013DSC00008.jpgDie Fahrt beginnt abenteuerlich: Auf einer kleinen Straße durch ein Sumpfgebiet. Kein Verkehr. Dann wird die Straße besser, kein Sumpf mehr. Wir sind ein bisschen erleichtert.

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Wir kommen durch kleine Dörfer und sehen viele zerfallene und “heimatmuseumsreife” Hütten. Lehmwände und Palmendächer: das ist die idyllische Variante. Häufiger sieht man Wellblechdächer. Hühner laufen durch die Hütten und Gärten. Die einst prachtvollen Hauptplätze verfallen. So langsam kann man sich doch vorstellen, dass hier einst große, prachtvolle Städte verfielen, zerstört wurden und dann einfach verlassen wurden. Wir kommen wieder auf größere Straßen.

Kurz vor Campeche tanken wir das erste mal. Die Leute wollen uns abzocken und geben uns erst mal zu wenig Rückgeld. Hinterher fällt uns auf, dass wir immer noch viel zu viel bezahlt haben. Das geht in Mexiko ganz leicht: Die Tankstellen sind nämlich verstaatlicht – der Benzinpreis ist überall derselbe (billige).

Ms0013DSC00018.jpgIn Campeche fragen wir im Hotel Colonial nach einem Zimmer und haben Erfolg. Vielleicht war die Situation in Celestun nur eine Ausnahme.

Ms0014DSC00005.jpgWir machen einen kurzen Spaziergang durch die pittoresken Straßen der Stadt. Alles so schön bunt und ganz hohe Bürgersteige. Wofür die wohl gut sind?

Wir essen bei “La Parroqura”, einem großen Lokal, das einer nett eingerichteten Kantine ähnelt. Ich probiere mal wieder eine Spezialität aus Yúcatan: “Pan de Canzón” – Haifisch-Tortillas. Lecker. Wir gönnen uns ein Magnum Eis zum Nachtisch.

Zu spät bemerken wir das Gewitter. Und schon gießt es in Strömen. Die Fluten bahnen sich ihren Weg durch die Straßen, einige Gassen sind bis zu den Knien überflutet. Jetzt wird auch klar, warum einige Bürgersteige so extrem hoch sind.

Wir retten uns aus dem Regen in eine Bar. Grober Fehler. Ich werde ganz übel von einem besoffenen Mexikaner angemacht. Wir flüchten – und finden ein ganz besonders nettes Internetcafe. Nach der obligatorischen media hora im Web genießen wir den leckersten Capuccino der ganzen Reise.

Wir gucken uns noch kurz die nördliche Stadtmauer an, bevor die Siesta ansteht.

Abends finden wir durch Zufall eine Licht-Springbrunnen-Musik-Vorführung. Wir bleiben kurz und genehmigen uns danach einen Cocktail im “Casa Vieja”. Vom Balkon können wir wunderbar das Treiben auf dem Zócalo beobachten. Das “Casa Vieja” ist überhaupt sehr schön, in den Räumen hängen viele tolle Bilder und Fotos. Die Cocktails sind dagegen eher enttäuschend. “Sangria”: Zitronenbrause mit Alkohol, “Caipi”: Rum mit Eis, braunem Zucker und Limetten.

(Ursprünglich veröffentlicht auf www.letzthin.de.)

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