Mexiko 2003: Mérida

Mittwoch, 16.7.2003

Uns gehts schlecht. Speziell mit Olli meint es Montezuma gar nicht gut. Wir nehmen nur ein kleines Frühstück und versuchen, uns noch ein bisschen auszuruhen. Mit dem Taxi gehts zum Flughafen und dann ab nach Mérida, Yúcatan. Wir überstehen den Flug glücklicherweise ohne Probleme.

Ms0008DSC00041.jpgAls wir in Mérida aus dem Flughafengebäude treten, laufen wir gegen eine Wand. Hitze! Schwüle! Schock! Mit einem Vondio Taxi – wieder mit einem Taxi-Ticket – fahren wir zu unserer Unterkunft, dem MedioMundo.

Ms0009DSC00018.jpgWir werden freundlich von dem geselligen Hausherrn Nelson begrüßt und tauchen ein in eine Oase. Unser Zimmer ist großzügig, wie das ganze Haus liebevoll gestaltet und eingerichtet.

Wir bekommen einen Jamaica aufs Zimmer. Das ist ein wunderbares Getränk aus Hibiskus-Tee, eisgekühlt und fruchtig. Wir ruhen uns aus und lassen uns von Nelson ein Restaurant empfehlen: das Amaro. Ein stimmungsvolles Innenhof-Lokal mit vielen vegetarischen Gerichten. Wir wagen es nur, Reis mit Pilzen zu essen. Magenschonend aber sehr lecker. Wir gehen mal wieder früh schlafen. Durch unser Zimmer weht eine angenehme Brise und wir verzichten auf die Klimaanlage.

Donnerstag, 17.7.2003

Frühstück im Cafe Habana. Wir schlendern durch die Stadt. Zócalo, koloniale Gebäude, Kathedrale. Immer wieder wird man von freundlichen Mexikanern angequatscht. Manche können sogar ganz passabel deutsch und waren schon mal in Alemania. Irgendwann kommt die Sprache dann auf Hamacas – die berühmten mexikanischen Hängematten.

Tolle phonetische Umwandlung übrigens: “Hamacas” werden auf den Antillen “amacas” genannt. Die Spanier übernehmen das, die Engländer machen “hammock”, die Franzosen “hamac”, die Holländer “hangmak” daraus. Und schwupp, entstehen die Wörter “Hangmat” und “Hängematte”.

Gerade noch freundlich, entpuppen sich die Verkäufer als gar nicht mehr so nett, wenn man nicht mit in ihr Geschäft gehen möchte. Einen Hamaca-Laden gucken wir uns doch an, und die Hängematten sind wirklich prima. Hätten wir uns doch eine kaufen sollen? Nur was macht man hier mit einer Hängematte? In den Keller legen, genau…

Ms0008DSC00038.jpgDie Siesta verbringen wir am Pool vom MedioMundo. Wir gehen Kaffee trinken und kehren zum Abendessen wieder im “Amaro” ein. Ich bin mutiger und nehme ein lokales Gericht mit Ei namens “Papatzules”: Eher nicht mein Geschmack. Ollis Enchiladas schmecken umso besser.

Am Abend besuchen wir die berühmte Vorführung am Parque Santa Lucia mit Troubadoure, Jarana Yucateca (Tanz) und vielen Mücken.

Freitag, 18.7.2003

Ein weiterer Tag in Mérida, Yúcatan. 8 Uhr. Es wird langsam warm. Aufwachen. Aufstehen. Frühstücken im Cafe Pop. Was leckeres aus Ei, dazu Kaffee, soviel man möchte. Durch die Stadt laufen: Markthalle, Post, etc. Mittag. Es wird unerträglich heiß. Der Schweiß rinnt den Körper herab. Trotzdem perfekter Halt. Schnell zurück zum MedioMundo. Gepflegte Siesta am Pool. Jamaica schlürfen. Dann: Wieder durch die Stadt streifen. Espresso bei Chiapas Cafe. Sehr lecker! Gleich 500g für Andreas kaufen. Museo de Arte Contemperáno Ateneo de Yucatán. Das tägliche Tropengewitter zieht auf. Wieder: Schnell ins Hotel. Abendessen im Almado. Gitarrenmusik à la Rolf Biermann. Auf Spanisch, versteht sich. Sol oder Superior. Man schwitzt nicht mehr. Toll. Zurück ins Hotel. Glücklich einschlafen. Paradiesisch.

(Ursprünglich veröffentlicht auf www.letzthin.de.)

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