Dienstag, 22.7.2003
Wir schlafen aus und frühstücken in dem netten Internetcafe von gestern an der Ecke Calle 61/ Calle 10. Der Namen war “… de Gallo”. Ein kleiner Familienbetrieb, wie es scheint. Es gibt Cappuccino und Quesadillas. Yammie.
Insgesamt sind wir mäßig begeistert von Campeche. Ein nettes beschauliches Städtchen. Mehr nicht. Deshalb fahren wir gleich weiter, und zwar Richtung Ruta Puuc und Uxmal.
Die Straße gleicht einer bergigen Ralleystrecke. Wieder kommen wir durch urige Dörfer.
Dann erleben wir eine Militärkontrolle. Das ist schon ein komisches Gefühl, von schwer bewaffneten Soldaten angehalten zu werden. Neben uns werden bereits andere Deutsche kontrolliert. Das beruhigt schon mal ein bisschen. Dann stellt sich heraus, dass wir es mit äußerst netten Soldaten zu tun haben. Sie üben, unsere deutschen Namen auszusprechen und haben wenig Interesse daran, unsere Reiserucksäcke auch nur zu öffnen.

Wir haben als Unterkunft das “Sacbe Camping” in Santa Elena auserkoren, um von dort die Gegend zu erkunden. Ein sympathisches französisch- mexikanisches Paar betreibt diese schnuckelige Anlage mit Camperstellplätzen, Wiese, Dormitorios und Bungalows. Wir nehmen ein kleines Bungalow-Zimmer.
Weil der Tag noch lang ist, beschließen wir, Uxmal noch heute zu besichtigen. Aber: Was für eine Hitze!!! Olli macht (fast) schlapp. Trotzdem ist die Stätte sehr beeindruckend.
Total fertig schleppen wir uns in das Restaurant des Lodge Hotels und genießen eine leckere Guacalmole unter dem riesigen Palmendach. Das ist ein Tipp von Edgar (vom Sacbe Camping): Im Restaurant eine Cola trinken und dann in den Pool des Hotels hüpfen - da sagt keiner was.
Zurück bei Sacbe Camping erholen wir uns endgültig von den Strapazen. Anette kocht uns ein einfaches vegetarisches Abendessen, das wir unterm Dach mitten im Garten der Anlage genießen, währen Regen und Gewitter um uns herum toben.
Der Regen lässt rechtzeitig nach, und wir fahren wieder nach Uxmal. Dort findet eine Light Show statt. Wir nehmen 2 Mexikaner vom Sacbe Camping mit, und es wird eine lustige Veranstaltung, auch wenn wir kaum ein Wort verstehen. Aber die Mexikanerin kann vorzüglich Englisch und erzählt uns hinterher, worum es ging. Mit einem Sol beenden wir den Tag.
Mittwoch, 23.7.2003
Es gibt Frühstück im Moskitohaus. Wir haben beschlossen, noch eine Nacht bei Sacbe Camping zu bleiben und machen heute einen Tagesausflug.
Wir besichtigen die Stätte Kahba und fahren dann zur Cenote Kankiriche. Das ist ein Tipp von Anette, und das ganze ist ziemlich abenteuerlich!
Auf einem kleinen, unbefestigten Weg geht es ein ganzes Stück durch den Busch. Als wir an der Cenote ankommen, ist da glücklicherweise ein mexikanisches Pärchen.
Da traut man sich doch eher, die steile Treppe in das tiefe Loch zu klettern, die direkt ins klare Wasser führt. Komische Fische schwimmen da rum, und das Badeerlebnis ist… irgendwie gespenstig. Aber toll!
Auf dem Rückweg haben wir sogar Gegenverkehr und müssen ein ganzes Stück zurücksetzen. Das Gewitter beginnt glücklicherweise erst, als wir wieder auf asphaltierter Strecke sind.

Nachmittags besichtigen wir die “Grutas de Loltún”, eine riesige Höhlenanlage. Der Abend klingt wegen übler Kopfschmerzen eher ruhig aus. Wir essen leckeres Hühnchen und spielen ein paar Runden Sching, Schang, Schong.
(Ursprünglich veröffentlicht auf www.letzthin.de.)