The Dams

28. Oktober 2007

Letztes Wochenende waren wir beim Loskop Dam und heute beim Vaal Dam. Eigentlich war das Ziel, segeln zu gehen - oder zumindest irgendeine Art von Wassersport zu betreiben. Leider ist die Rechnung nicht aufgegangen. Am Loskop Dam sind wir Quad gefahren. Das war insofern besonders, als dass die Strecke in einer Game-Loge war und wir zwischendurch Zebras und Antilopen gesehen haben.

Auf dem Vaal Dam - einem riesigen Stausee - waren zwar diverse Segelboote zu sehen, aber es gab keine Möglichkeit, etwas zu leihen. Naja, wir haben ein Eis gegessen und sind wieder nach JoBurg gefahren… Ein “komisches” Bild gab es aber dennoch. In einer eigentlich eher ärmlichen Gegend mit Dirtroad, hat sich jemand seinen Kindertraum gebaut (man beachte die Zugbrücke):

Burgschloss

Go Bokke, go!

19. Oktober 2007

Morgen ist es so weit - das große Finale der Rugby WM zwischen den Springbocks und England wird ausgetragen. Hier geht jeder davon aus, dass Südafrika sicher gewinnen wird, da man schon in der Vorrunde 36-0 (ja, das ist hoch!!) gegen England gewonnen hat.

Heute waren alle Mitarbeiter in vielen Firmen aufgefordert, in grün/gold zur Arbeit zu kommen, um die Böcke zu unterstützen. In der Mall waren entsprechend all Fan-Shirts restlos ausverkauft. Dazu gab es ein großes Event: Die Abteilungen haben sich gegenseitig im traditionellen Kriegstanz herausgefordert, wie ihn auch die All Blacks praktizieren. Das Fernsehen war da, ich leider nicht :(

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Was wir nicht alles für die WM 2010 machen

16. Oktober 2007

Gestern abend habe ich im Hotelzimmer eine Nachricht des Hotelmanagements gefunden:

“It has been brought to our attention within the last few minutes that there is no water supply to the Hotel. Unfortunately this has not just affected us, but also the surrounding areas of Rosebank as far as Melrose and the Houghton area…”

Ich habe eigentlich fest damit gerechnet, dass es einige Tage dauern würde, bis das repariert ist, so dass ich mich heute morgen über die warme Dusche so gefreut habe, wie selten zuvor.

Momentan wird in JoBurg viel gebaut - neben unserem Hotel entsteht ein Bahnhof, um für die WM gerüstet zu sein. Das ist auch wirklich notwendig, da die Infrastruktur noch nicht wirklich existiert. Es gibt z.B. in JoBurg keine U-Bahnen, der Nahverkehr besteht aus Bussen und Großraumtaxen. Dadurch sind auch die 4-spurigen Zubringerstraßen in den Stoßzeiten regelmäßig dicht. Das Motto der afrikanischen Kollegen heißt daher “beat the traffic” - da wird das Meeting dann im pünktlich 16 Uhr verlassen.

Lebenserhaltung

25. September 2007

Was kostet die Welt?

Fertiglasagne im besseren Supermarkt 2€
1,5l Wasser im Supermarkt 0,64€
1h Massage 30€
ein Bier in der Kneipe ~1-1,5€
ein 250gr Filetsteak im guten Resto <10€
eine Flasche Wein im Resto 6-20€
ein Monat Kleinwagenmiete 650€
ein Liter Benzin 0,67€

Generell ist das Essen & Trinken so günstig, dass es teuer wird, weil man es immer macht. Aber man lebt ja nur einmal :)

Drakensberge

24. September 2007

Es war wieder Wochenende - d.h. es gibt was zu berichten!

Dieses mal war es sogar ein ausgedehntes Wochenende, da die Südafrikaner den “Heritage Day” feiern. Wir haben die Zeit genutzt uns sind ca. 4 Std. in die Drakensberge (der Spiegel berichtet) gefahren. Auf dem Weg kommt man an Heidelberg und Frankfort vorbei. Da wir recht spät gebucht haben, sind wir nur noch in einem Sport-Ressort untergekomment. Das hatte eine beklemmende Club-Atmosphäre, aber immerhin war es ganz gut gelegen. Der Blick auf das Panorama der Berge war allerdings eingeschränkt, da Teile abgebrannt wurden und das ganze in einem Rauch-Nebel lag. Wir haben nicht mehr herausgefunden, wie die Brände kontrolliert werden, aber auf den Fotos sieht man grüne Landschaftsstreifen, die sich deutlich vom Rest absetzten. Das sind die Bereiche, die vor einiger Zeit abgegrannt wurden. Die Asche scheint recht fruchtbar zu sein. Uns haben die Brände zum Glück nicht gestört, da wir bis auf die erste halbe Stunde zufälligerweise Routen gewählt haben, die nicht betroffen waren.

Am Montag haben wir uns Quads bei “Four River Rafting” gemietet und sind mit einem Guide durch das Gelände gefahren. Auch hier gibt es natürlich Fotos!

Happiness??

20. September 2007

…das ist die Standardfrage, nach einer Besprechung - quasi “und, alle Fragen geklärt?”

Walkie-Talkie

18. September 2007

Ich weiß nicht mehr genau, wie wir auf das Thema gekommen sind, aber wir haben uns darüber unterhalten, dass in Asien ja so komische Dinge wie Hühnerfüße gegessen werden. So was gibt es hier auch - das Gericht heißt: Walkie-Talkie und ja - genau das ist es wohl auch…

Rooftop market

16. September 2007

In direkter Nachbarschaft unseres Hotels befindet sich eine Mall. Das Leben findet größtenteils in der Mall statt, da sich auch die Südafrikaner aufgrund der Security gerne in Malls aufhalten. Sonntags gibt es im Parkhaus eine Mischung aus Flohmarkt und afrikanischer Kunst/Kitsch. Insgesamt hat der Markt meine Erwartung aber übertroffen. Fotos

Rugby

15. September 2007

Momentan findet - für alle, die nicht so Sportbegeistert sind - die Weltmeisterschaft im Rugby statt. Südafrika scheint da eine echte Größe zu sein und hat am Freitag abend England 36-0 besiegt. Kurioserweise spielen die Südafrikaner die Rugby Liga trotzdem weiter und das führt dann zu einer leichten Kräfteverschiebung, weil die guten Spieler der guten Clubs dann die Weltmeisterschaft ausspielen und ihr Club zu Hause verliert. Gestern waren im Stadion und soweit ich es beurteilen kann, hat trotzdem der Favourit (Blou Bulls) gewonnen. Rugby ist eine rein weiße Veranstaltung (Mannschaft und Zuschauer) mit der Ausnahme, dass jedes Team einen Farbigen im Team haben muss. Die Bilder sind leider nicht so toll geworden, aber man bekommt einen Eindruck.

SoWeTo

9. September 2007

SoWeTo steht für South West Town - es ist das größte Township in Südafrika. Wir sind mit einem Guide, der dort wohnt nach Soweto gefahren. Die größte Überaschung war, dort kleine Villen und große Autos zu sehen. Es gibt dort viel Armut, aber auch demonstrativen Wohlstand. Kriminalität ist angeblich kein Problem, da alles Brüder und Schwestern sind und man Streitigkeiten unter sich klärt. Es gibt so eine Art Tribunal, das dafür zuständig ist. Je nach Religionszugehörigkeit kann ein Mann 1-3 Frauen haben. Wobei es ein echtes Problem darstellt, wenn die erste Frau keinen weiteren Frauen akzeptiert. Unser Guide spart noch für die erste Frau - da rechnet man so 11-13 Kühe als “Auslöse” für die Familie.

Ich hab ein paar Bilder gemacht, die einen Eindruck vermitteln.